SJZ-Symposium
Die Schweiz in einer international vernetzten Welt und die Grenzen der Souveränität
Bilaterale Verträge und völkerrechtlicher Rahmen
Die Schweizerische Juristen-Zeitung (SJZ) lädt Juristinnen und Juristen zu einem exklusiven Symposium 2026 ein. Im Zentrum der Auftaktveranstaltung steht die brisante Frage nach der staatlichen Souveränität der Schweiz im Spannungsfeld zwischen internationaler Vernetzung und nationaler Selbstbestimmung.
Die Schweiz bewegt sich in einem komplexen Gefüge internationaler Verpflichtungen und europäischer Zusammenarbeit. Das diesjährige SJZ‑Symposium widmet sich deshalb der zentralen Frage, wie souverän ein Staat in einer global vernetzten Welt tatsächlich sein kann, und wo rechtliche, politische und institutionelle Grenzen dieser Souveränität verlaufen.
Im Fokus stehen die Weiterentwicklung der Schweiz – EU‑Beziehungen im Rahmen der «Bilateralen III» sowie die völkerrechtlichen Bindungen, denen die Schweiz untersteht. Zwei Keynotes von Prof. Astrid Epiney und Prof. Dr. Helen Keller beleuchten die Dynamiken der Rechtsübernahme im europarechtlichen Kontext sowie die Bedeutung und Tragweite völkerrechtlicher Verpflichtungen, etwa im Bereich der EMRK. Vertiefende Panels diskutieren die Auswirkungen auf Demokratie, Föderalismus, Personenfreizügigkeit, Migration und Menschenrechtsschutz.
In Ergänzung zur Fachzeitschrift bietet das Symposium die Möglichkeit an, sich zu hochaktuellen, rechtlichen und gesellschaftlichen Themen aus erster Hand zu informieren. Es schafft eine exklusive Plattform für den Austausch zwischen Wissenschaft, Praxis und Politik: mit vielfältigen Perspektiven, fundierten Analysen und Raum für kritische Diskussionen. Der abschliessende Apéro bietet Raum für vertiefte Gespräche und neue Kontakte.
Ihr Vorteil
- Hochkarätige Expertinnen und Experten liefern Orientierung und zeigen Handlungsspielräume und Grenzen klar auf
- Tiefgehende Einblicke in die Wechselwirkungen zwischen Rechtsprechung, Politik und Gesellschaft
- Aktuelle und praxisrelevante Diskussionen mit einem spannenden und interdisziplinären Perspektivenwechsel aus Wissenschaft, Verwaltung, Justiz und Praxis
- Einzigartige Plattform für Austausch und Vernetzung
Zielpublikum
- Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte
- Unternehmensjuristinnen und ‑juristen
- Vertreterinnen und Vertreter der Justiz
- Mitarbeitende von Gemeinden und Verwaltungen
Kurzprogramm
- Die neuen institutionellen Elemente der «Bilateralen III», auch im Vergleich zum status quo
- Die Implikationen der Neuerungen auf den Handlungsspielraum der Schweiz ein
- Vertiefung von ausgewählten weiterführenden Fragen der Tragweite der «Bilateralen III»
- Das Verhältnis von Völker- und Landesrecht
- Souveränität der Schweiz in Migrationsfragen
- Politische und rechtliche Auswirkungen einer möglichen Kündigung von völkerrechtlichen Verträgen
Detailprogramm öffnen
13:00 - 13:30 Registrierung und Begrüssungskaffee für Präsenzteilnehmende |
|
| 13:3013:40 |
Begrüssung durch die Redaktionsmitglieder der Schweizerischen Juristen-Zeitung (SJZ)Prof. Dr. Pascal Pichonnaz und Dr. Beatrix Schibli
|
| 13:4014:00 |
KeynoteSouveränität im Rahmen der Bilateralen Verträge
Prof. Astrid Epiney
|
| 14:0015:00 |
Panel und DiskussionSouveränität im Rahmen der Bilateralen Verträge am Beispiel der Personenfreizügigkeit
Moderiert von Prof. Astrid Epiney
|
15:00 - 15:30 Kaffeepause |
|
| 15:3015:50 |
KeynoteSouveränität im Rahmen des Völkerrechts
Prof. Dr. Helen Keller
|
| 15:5016:50 |
Panel und DiskussionSouveränität im Rahmen des Völkerrechts und ihre Grenzen
Moderiert von Prof. Dr. Helen Keller
|
| 16:5017:00 |
Fazit und AbschlussredeProf. Astrid Epiney und Prof. Dr. Helen Keller
|
17:00 - 18:30 Apéro und Netzwerkmöglichkeiten |
Referierende
Prof. Dr. Helen Keller
Professorin für öffentliches Recht, Europa- und Völkerrecht an der Universität Zürich UZH, Richterin am Verfassungsgericht von Bosnien-Herzegovina, assoziiertes Mitglied am Institut de droit international
Helen Keller, absolvierte ihr Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Zürich. Sie hat ihre ersten grossen wissenschaftlichen Arbeiten im Umweltrecht verfasst und sich anschliessend als Menschenrechtsspezialistin etabliert.
Von 2002 bis 2004 war sie ordentliche Professorin für öffentliches Recht an der Universität Luzern. Dann folgte sie einem Ruf an die Universität Zürich. Von 2008–2011 war sie Mitglied des Menschenrechtsausschusses der Vereinten Nationen. Von Oktober 2011 bis Dezember 2020 amtete sie als vollamtliche Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg. Sie ist 2018 von der Universität Fribourg für ihren Beitrag zur gegenseitigen Befruchtung von Doktrin und Praxis mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet worden. Ihr Einsatz für die Menschenrechte wurde mehrfach ausgezeichnet (2020 mit dem Anerkennungspreis der Stiftung für abendländische Ethik und Kultur sowie 2021 mit dem Madame de Staël-Preis der europäischen Akademien). 2024 wurde Helen Keller gleich dreifach ausgezeichnet. Sie erhielt im Juni eine Nomination im Rahmen des Projekts «75 Frauen in 75 Jahre Geschichte des Europarats», im Oktober verlieh ihr die Universität Genf den Titel Dr. honoris causa und würdigte ihren unermüdlichen Einsatz für Menschenrechte und Rechtstaatlichkeit und im November erhielt sie den Jahrespreis der Robert F. Kennedy Stiftung. Für ihr wissenschaftliches Werk wurde sie 2025 mit dem Grossen Walther Hug-Preis geehrt.
Seit Dezember 2020 amtet sie als Richterin am Verfassungsgericht von Bosnien-Herzegowina. Seit 2025 ist sie assoziiertes Mitglied am Institut de droit international.
Prof. Astrid Epiney
Professorin für Europarecht, Völkerrecht und öffentliches Recht und geschäftsführende Direktorin des Instituts für Europarecht an der Universität Fribourg
Astrid Epiney ist Professorin für Europarecht, Völkerrecht und öffentliches Recht an der Universität Fribourg sowie geschäftsführende Direktorin des dortigen Instituts für Europarecht. Von 2015-2024 war sie Rektorin der Universität.
Zu den Schwerpunkten ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit gehören – neben allgemeinen Fragen des Europarechts und des Verfassungsrechts – die Beziehungen Schweiz-EU. Sie publiziert hauptsächlich auf den Gebieten des Europarechts, der Beziehungen Schweiz – Europäische Union, des Datenschutzrechts, des Freizügigkeitsrechts, des Umweltrechts sowie zum Verhältnis Völkerrecht – nationales Recht. Daneben ist sie Mitherausgeberin umweltrechtlicher Zeitschriften und des Basler Kommentars zur Bundesverfassung.
Fachthemen
Prof. Astrid Epiney
Die Bilateralen III: Weiterentwicklung der Schweiz–EU Beziehungen zwischen Integration und Autonomie
Termin / Format
09.06.2026 | 13:30 - 17:00
Völkerrecht | Tagungen
Das Kombi-Angebot umfasst die Teilnahme an der Veranstaltung und ein Jahresabonnement der Schweizerischen Juristen-Zeitung (SJZ). Das Abonnement läuft nach 12 Monaten automatisch aus.
Location / Anreise
Das SJZ-Symposium findet im Museum für Gestaltung stattAusstellungsstrasse 60
8005 Zürich
Das Museum für Gestaltung befindet sich in unmittelbarer Nähe des Zürcher Hauptbahnhofs und ist in wenigen Minuten zu Fuss erreichbar. Für Ihre Anreise empfehlen wir den Fussweg oder die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel.
Tagungsleitung

Prof. Astrid Epiney und Prof. Dr. Helen Keller führen durch das SJZ-Symposium 2026.