Aus der Sanierungs- und Konkurspraxis
Die aktuelle Praxis in der Schweiz zeigt, dass die Durchsetzung von Verantwortlichkeitsansprüchen gegen Verwaltungsrat und Revisionsstelle schwierig ist, nicht zuletzt vor dem Hintergrund einer strengen Rechtsprechung. Eine Kenntnis der neuralgischen Punkte und deren Umgang aus Sicht der involvierten Parteien ist von besonderer Bedeutung. Zur Vermeidung eines Konkurses und allfälliger Verantwortlichkeitsansprüche wird vermehrt das gerichtliche Nachlassverfahren als Instrument der strukturierten Krisenbewältigung genutzt, wobei sich in der Praxis in jüngerer Zeit besondere Erkenntnisse ergeben haben. Als mögliche Alternative könnte auch die Liability Management Exercise stärker in den Fokus geraten, insbesondere bei komplexen Finanzierungsstrukturen und international aufgestellten Unternehmen. In jedem Fall bleibt eine fundierte Bilanzanalyse zentral, um Warnsignale aus dem finanziellen Reporting rechtzeitig zu erkennen. Grenzüberschreitende Krisen stellen besondere Herausforderungen dar, etwa bei Distressed Transaktionen, wo unterschiedliche Insolvenzregime aufeinandertreffen. Banken spielen im Krisenfall ihrer Unternehmenskunden oftmals eine Schlüsselrolle, während die FINMA bei Krisen kleinerer und mittlerer Banken zunehmend präventiv und interventionistisch auftritt.
Nutzen Sie die Gelegenheit, sich die Themen aus unterschiedlichen Perspektiven erörtern zu lassen und gleichzeitig wertvolle Kontakte zu knüpfen bzw. zu pflegen. Nehmen Sie sich einen Tag Zeit und aktualisieren und vertiefen Sie ihr Wissen.